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Lesenswert- Schonkost für den Hundenarr

Freispruch! von Martin Rütter

Neun unterschiedliche Fälle von Fiffis “Fehlverhalten” aus Rütters Bühnenschau “Freispruch!” verdeutlicht uns Hundehalter, dass- wie so oft- wir Schuld haben, wenn der geliebte Vierbeiner auf der Anklagebank sitzt, weil er den Postboten gebissen hat oder der Münsterländer auf Wilderei geht, sobald der das Schnappen des Karabiners hört, wenn Frauchen in ableint.

Ich sag nur so viel zu diesem Buch: saukomisch! Und lehrreich zugleich.

Wenn mal alles an Hunderziehung gelesen hat, was der Markt bietet, kann man Freispruch! genüsslich lesen und in sich hineinschmunzeln: “Oh ja, das habe ich auch so erlebt” oder “Oh, schxxx, so läuft es bei uns auch…”

Bühne frei und viel Vergnügen!

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Buchtipp

Zu Weihnachten hat uns unsere liebe Züchterin von Emil ein kleines Büchlein geschenkt:

Mein Hund, mein Guru- 11 Glücksknochen für die Seele von Gilles Moutounet, erschienen im Goldmann Verlag

Der französische Autor Gilles lebt mit Familie und Welsh Springer Spaniel Skottï in Indien. Wie so viele Väter, war er gegen die Anschaffung eines Hundes. Schnell hat er aber gemerkt, dass Skottï ein glücklicher, liebenswerter Gefährte ist. Gilles fragt sich, warum der Hund so glücklich ist. In 11 Kapiteln wird uns lustig verdeutlicht, dass man von seinem Hund lernen kann, sein eigenes Leben besser zu machen, seine Lebenseinstellung zu verändern. Skottï ist nun sein “Guru” und öffnet sein Herz für die Glücksmomente, die er ihm jeden Tag deutlich zeigt. Skottïs Leben im Hier und Jetzt, Skottïs bedingungslose Liebe, verdeutlicht Gilles den Moment zu leben. Der Autor zieht dabei vortrefflich Parallelen zur Natur, zur Wissenschaft und Religionen. Die 11 Weisheiten werden mit Fotos und farbigen Illustrationen liebevoll geschmückt.

Statt Leckerlis ist dieses Büchlein ein tolles Mitbringsel, wenn man bei Hundebesitzern eingeladen ist.

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Warum Emil Emil heißt


oder: Der Name ist Programm!

Mein Mann durfte den Namen unseres Hundes aussuchen. Denn ich hatte schon das Vergnügen, ihn aus 7 Welpen in der Wurfbox auszuwählen.

Für die Namensfindung hatten wir uns auf folgende Kriterien geeinigt:

  1. Kein typischer Hundename wie Bello, Rex oder Wuffi
  2. Er sollte auf “i” enden, da ich gelesen hatte, dass ein Hund dann besser auf seinen Namen hört

Bevor wir unseren Welshie abholen durfte, fuhren wir nach Dänemark in den Urlaub. Auf dem Rückweg sollte es dann so weit sein.

Auf der langen Autofahrt gen Norden, rief mein Mann auf der A7 bei Kassel plötzlich: „Emil soll es heißen!“

„…ok…endet nur stumm auf “l”, ein helles “i“ ist drin“, dachte ich im Stillen und stimmte begeistert zu.

Warum nun „Emil“?

Jetzt im Nachhinein finden wir und auch viele Freunde und sogar fremde Passanten, dass Emil zu unserem aufgeweckten Hund sehr passt.

Zum Namen gibt es natürlich eine kleine Geschichte bzw. eine Kindheitserinnerung von meinem Mann. Übrigens sind wir in Namensfindungen generell sehr spontan und ideenreich. Jedes Hundespielzeug oder Stofftier in unserem Haus hat einen originellen Namen wie z.B.:

Rembrandt, ein Stoffdackel aus Amsterdam oder die ersten Welpenspielzeuge Jerome und Gina Lisa.

Als Kind war er in den Sommerferien sieben Mal auf Bornholm. Die Bücher von Astrid Lindgren waren immer im Gepäck, was natürlich für ein Kind der 70er nicht wirklich verwunderlich ist.

„Michel aus Lönneberga“ war sein liebstes. Bloß hieß der freche Bub im schwedische Original nicht Michel, sondern Emil. Im Deutschen wollte man damals keinen Vergleich mit „Emil und die Detektive“ ziehen, daher die Umbenennung in der deutschen Auflage des heißbegehrten Kinderbuches.

So unsere Geschichte zu „Emil“.

Der Name „Emil“ ist somit auch für Flausen vorprogrammiert- sollte man meinen- ist auch so. Ich habe mal gelesen, dass sich die Vorurteile über einen Vornamen auf den Charakter des Kindes auswirkt. Das funktioniert sicherlich auch bei Hunden.

Jeder der Emil sieht, sagt, dass der Name gut zu ihm passt. „Er würde wie ein Emil aussehen.“ Ja, das finden wir auch.

Oder könnten Sie sich zu diesem Hundeblick den Namen „Tyson“ vorstellen?!


Emil hat natürlich nicht nur einen Namen, sondern ganz, ganz viele. Hier ein Auszug:

HARPO war sein allererster beim Züchter- weil seine Fellmarkierung auf dem Rücken einer Harpune ähnelte.

Dann kam der Name EMIL von uns. Schon bevor wir ihn abgeholt hatten, wurde er von seiner Züchterin darauf erfolgreich mit nur 8 Wochen konditioniert.

Im Zuchtbuch steht BRYCE, weil er aus einem B-Wurf stammt und es ein walisischer Name sein musste. Das ist der einzige Name, den unserer Welshie nie gehört hat. 🙂

Ich nenne ihn gerne SCHNECKI, SCHNECKILEIN oder SCHNECKILINO wenn ich mit ihm kuscheln mag. Mein Mann stöhnt dann immer leise auf…

Die KOBRA, der ZAUBERER kommen mal wieder von meinem Mann und haben etwas mit Emils Schnelligkeit zu tun, wenn es ums Klauen von Essbaren geht oder jemand mit einem Lächeln dem Hund begegnet.

Und ganz zum Schluss haben wir noch die schöne Namensbildung:

SCHLEMIL. Wenn unser Emil wieder einmal den SCHLingel rauslässt und ihm der Schalk im Nacken sitzt … somit wären wir dann wieder bei der Anfangsgeschichte von Michel…

Wie heißt Ihr Hund? Und wie ist er zu seinem Namen gekommen?

Bitte erzählen Sie uns Ihre Geschichte!

Ihre Sandra Dehli von Lassie mit Emil, Bryce from the Monastery Field

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Gassi Weisheiten

“Der Welpe hört auf zu pinkeln, sobald man ihn hochnimmt.”

Mein Mann kann darüber heute noch herzhaft lachen! Er hat gut lachen, denn ICH war es, der jede Nacht um 3 Uhr mit dem wimmernden Welpen auf dem Arm die Treppe runter rannte, um ihn schnell draussen ins Gras zu setzten, damit er sich erleichtern konnte. Und ICH war es, der eines nachts einen warmen Strahl am linken Bein verspürte. Tröpfchen für Tröpfchen markierte ausnahmsweise ICH den Weg vom Schlafzimmer, die Treppe runter, über die Straße, bis zur Welpentoilette, denn das Hündchen pieselte einfach drauf los. Von wegen: “Sobald der Welpe auf dem Arm ist, pinkelt er nicht oder stoppt sogar sein Geschäft, wenn er bereits losgelegt hat!” Oft habe ich das gelesen. Meine Hundetrainerin erwähnte diesen Mythos ebenfalls in der Hundeschule…damals runzelte ich mit der Stirn…heute muss ich schmunzeln.

Keep going, lieber Welpenbesitzer!

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Schnelles Fresschen

Als unser Welshie ein Welpe war, bekam er jeden Morgen eine halbe Dose Nassfutter zum Frühstück- ja, FRÜH war es immer!! Denn ab 5:30 war die Nacht vorbei. Er wollte dann schnell Pipi, draussen ausgiebig Schnüffeln, drinnen mit Frauchen Spielen und natürlich gaaaz viel Fressen und das aber Pronto!! SOFORT!!

Da mein kleiner Hund kein großer Fan von Geduld war, ging es ihm morgens nie schnell genug.

Frauchen musste ja erst einmal die angefangene Dose, die kalt aus dem Kühlschrank kam, erwärmen, denn kühlschrankkaltes Futter ist für einen jungen Hundemagen nicht bekömmlich. Sobald ich die Dose in der Hand hatte, ging das Gebell los- und das um 5:30! Um diese Uhrzeit konnte ich doch unmöglich den Hund 15-20 Minuten bellen lassen, bis das Futter an der Luft Zimmertemperatur erreicht! Hilfe, mein Mann und unsere Nachbarn schliefen doch noch…ich erfand also viele Tricks um:

a) ihn abzulenken, 

b) ihn diese Unart abzugewöhnen und 

c) das Fressen schneller warm zu kriegen

A und B fruchteten einfach nicht, raubten mir nur Zeit und Nerven. Aber C, den Doseninhalt schnell zu erwärmen, war einfach und effektiv. Der Morgen konnte stressfrei beginnen, ohne dass alle Hausbewohner senkrecht im Bett standen.

Und so geht’s:

Fülle das kalte Futter in den Napf (am besten aus Edelstahl) und stelle diesen ins Spülbecken und lasse heißes Wasser einlaufen. Im sehr heißen Wasserbad und unter ständigem Rühren bekommt das Fresschen ruck-zuck Zimmertemperatur. Und so soll es sein, so ist es lecker und bekömmlich.

Einen guten Start in den Morgen wünschen Frauchen und Lassie!

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Die gesunde Belohnung

Die Supermarktregale sind voll von ach-so-gesunden Leckerlis. Aber beim Durchlesen der Inhaltsstoffe kommen mir oft Zweifel. Wenn ich nicht ganz genau weiß, was in einem Leckerli drin ist, greife ich lieber zur gesunden Alternative. Denn: weniger ist mehr- ich bin ein Freund von puren, getrockneten Fleischhappen- oder Streifen. Aber wenn ich mal keine da habe, schaue ich im Kühlschrank nach.

Für ganz besondere Leistungen, gerade im “harten” Training in der Hundeschule, muss was ganz, ganz Besonderes her, sonst klappt es nicht mit der Aufmerksamkeit, da mein Spaniel lieber anderen Hundedamen hinterher schielt als brav “Bleib” zu machen. Dieses Goodie wird auch nur dort eingesetzt und nirgends anders, damit Hundeschule weiter toll bleibt.

Hier ein paar Anregungen für den verwöhnten Hundemagen:

Möhren – im Ganzen oder in Würfel- auch gut für Unterwegs

getrocknete Apfelringe- die kleben und verderben nicht, sind aber nicht ganz günstig

Salatgurken- oder Paprikastückchen

Käsewürfel (milder Käse wie Gouda oder Edamer)- bei uns der Renner unter den Belohnungshappen!!

Und wenn Ihr einen ganz netten Fischhändler habt, so wie wir, fragt ihn, ob er die abgetrennte Fischhaut, die er sonst wegwerfen würde, für Euch trocknet und frittiert. Das riecht zwar stark für Menschennasen, ist aber ein mega Anreiz für Euren Hund, Euch jeden Wunsch von den Augen abzulesen! Fischhaut kriegt bei uns 5 Sterne!! Und bekommt der Vierbeiner nur beim “Zurück!”-Training, da dieses besonders schwer für ihn ist, aber dafür lässt er alles stehen und liegen und rennt Frauchen sabbernd in die Arme.

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geliebt, gefressen, verloren

Das neue Jahr ist noch ganz frisch, da denkt man doch noch gerne zurück an das vergangene Jahr. Mal wehmütig, mal traurig und mal schmunzelt man.

Natürlich war das Jahr mit einem Junghund turbulent, aber auch traumhaft schön! Das bietet genügend Stoff für mehr als nur einen Artikel.

Hier mein Resümee über 1,5 Jahre mit Emil in Zahlen. Die heutige Bilanz ziehe ich über all die Dinge, die schmerzlich von uns gehen mussten, da sie entweder zerrissen oder gefressen wurden. Aber keine Angst! Nach dem ersten Jahr hat die Zerstörungswut plötzlich abgenommen. Die Hunde scheinen wohl doch zu lernen, dass Leckerlis die bessere Wahl sind.

Die Reihenfolge spielt die Höhe des Schmerzes wieder. Wir fangen mit den wichtigsten an:

  1. Das geliebte Baseballcap meines Mannes (es war ein Andenken an eine super Reise nach Neuseeland in seiner Jugend)
  2. ein Paar Flip-Flops meines Mannes
  3. meine neue Seidenbluse (heul!)
  4. unser einziger Teppich (er wurde umfunktioniert zur Welpentoilette)
  5. meine heißgeliebte Pyjamahose hat nun kein Hinterteil mehr
  6. ein selbstgenähtes Nackenkissen (da hat meine Mutti beim Hundesitten gepennt…)
  7. unser Dackel Rembrandt hat nur noch ein Auge- keine Sorge, er ist nur ein Stofftier
  8. 2-3 T-Shirts
  9. ein Hoodie von Holister, dass mein Mann mir von einer Reise mitgebracht hat
  10. ein Bürstenpaar unseres Staubsaugerroboters (das wurde komplett inkl. Schraube gefressen- sehr ärgerlich, da kostbares Ersatzteil meines Lieblingshaushaltgerätes!)
  11. 3 Jeans haben jeweils ein Loch im Schienbein
  12. 2 Handyhüllen (mein Gott, sind die beliebt bei unserem Rüden!)
  13. eine Hundebürste aus Holz
  14. ein Innenkissen des Hundebetts
  15. ein Kissenbezug
  16. ein Bettbezug
  17. ein Bettlaken
  18. eine Türschlange, die oft als Sex-Toy von unserem Teenie-Hund missbraucht wurde
  19. ein Kehrblech
  20. eine Keksdose aus Glas
  21. eine Schere
  22. 2 Baumwolltragetaschen
  23. Emils erstes Halsband
  24. eine Leine
  25. die Abdeckhaube meiner Nähmaschine 
  26. Die hohe Anzahl von diverse Socken, Hundespielzeuge, Küchenschwämme, Post-it’s und Stifte habe ich aus meinem Gedächtnis gelöscht. 

Wenn ich das hier so schwarz auf weiß lese, finde ich, dass das gar nicht sooo viel war. Es hätte ja auch meine teure Lederjacke oder meine Lieblings-Handtasche treffen können.

Ich habe die Verluste ganz gut weggesteckt…nur mein Mann macht mir etwas Sorgen: Intervallmäßig sinniert er über sein heißbeliebtes Baseballcap…

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Erstausstattung für Welpen

Am Anfang eines neuen Jahres sind viele Menschen in froher Erwartung: ein Welpe wird im Frühsommer/ Sommer einziehen!

Denn im Dezember waren viele Hündinnen läufig, wurden nun gedeckt und nach ca. 8 Wochen Tragezeit kommen die süßen Hundewelpen zur Welt. Und nach nur weiteren 8 Wochen darf der kleine Racker bei Ihnen einziehen und Ihr Leben auf den Kopf stellen.

Was für eine spannende Zeit, an die ich gerne zurückdenke!

Da heisst es langsam darüber nachdenken, was man für den Einzug des kleinen Hundes als neuer Besitzer so braucht.

Ich selbst habe mich damals im Vorfeld recht früh damit beschäftigt, da ich keinen blassen Schimmer hatte. Habe alle örtlichen Hundeläden abgeklappert, habe im Internet gesurft und Produktbewertungen studiert. Nun möchte ich Ihnen hier meine nötigen und unnötigen Kauferfahrungen mitteilen: Um zwei rutschfeste, kleine Näpfe, mindestens zwei Decken und etwas Spielzeug wie ein weicher Ball, ein welpengeeignetes Stofftier mit oder ohne Quietscher kommen Sie auf keinen Fall herum- aber das versteht sich ja schon fast von selbst. Hier möchte ich Ihre Kauflust nicht bremsen. Nur eins: bitte überfordern Sie Ihren Welpen nicht mit mehr als 4 Spielzeuge. Nach und nach können Sie ihm ja immer was vom Shoppen mitbringen. Das macht doch auch viel mehr Spaß, stimmt’s?

Was unterschätzt wird sind eher folgende Artikel:

  1. das erste Halsband und Leine
  2. Transportbox (für den Weg vom Züchter oder Tierheim nach Hause)
  3. Hundebettchen
  4. Pflegeutensilien wie Kamm, Welpenbürste, Zahnpasta, Zahnbürste, Shampoo

Zu 1.: Halsband und Leine

Wir hatten das Glück, dass Welpe Emil bereits mit einem verstellbaren Nylonhalsband zur Welt kam…nein, im Ernst. Wir haben das von unserer Züchterin mitbekommen, da er es bereits bei ihr trug, um ihn daran zu gewöhnen. Wer eins besorgen muss, der sollte VOR dem Kauf und VOR der Abholung des Tieres den Halsumfang beim Züchter oder Vorbesitzer erfragen und sich dann ein schmales, leichtes Nylonhalsband besorgen- bitte noch kein teures aus Leder, denn das macht erst Sinn, wenn Ihr Wuffi ausgewachsen ist und nicht mehr ständig hineinbeisst, wenn Sie es ihm anlegen wollen. Ein Geschirr ist ein MUSS für jeden Welpen und Junghund, da sein Knochengerüst noch sehr weich ist. Das Geschirr schont seine Knochen beim Gassigehen. Das Halsband hat er nur von Anfang an an, um ihn für spätere längere Spaziergänge daran zugewöhnen. Aber bitte gehen Sie in den ersten Monaten nicht daran mit ihm Gassi. Ein Geschirr kaufen Sie bitte MIT Ihrem Welpen zusammen im Fachhandel, da es oft angepasst werden muss. Somit ersparen Sie sich eine Menge Fehlkäufe! (Das ist auch ein Grund, warum ich keine in meinem Sortiment habe.)

Zum Halsband bzw. zum Geschirr brauchen Sie natürlich eine dünne, ebenfalls leichte 2-3 m lange Nylonleine. Die wird ggf. die ersten 4 Monate überleben, da sie permanent als Kauartikel missbraucht wird. Die 2. darf dann schon etwas dicker sein. Wer Kontrollfreak ist, kann seinen Welpen jetzt auch schon mit einer gravierten Marke am Halsband schmücken, auf der sein Name und Ihre Telefonnummer steht. Aber damit kann man gerne 4-5 Monate warten, wenn der Welpe älter und mutiger ist und anfängt sich weiter von seinem Herrchen wegbewegt und somit die Gefahr besteht, er könnte weglaufen und verlorengehen. Die Marke soll nur das schnelle Identifizieren ermöglichen, gechipt ist das Tier ja eh.

Zu 2.: Transportbox

Die Transportbox– immer hässlich, aber ein MUSS!

Wir haben uns damals für die etwas schönere Variante entschieden. Wir haben eine faltbare Softbox für schlappe 129 EUR gekauft. Und die haben wir bis heute! Also eine lohnende Anschaffung fürs Hundeleben.

Diese Box wählen Sie bitte so groß, dass er Ihren AUSGEWACHSENEN Hund aufnehmen kann. Sie ist nicht nur für die erste Spazierfahrt gedacht, sondern kann weiterhin im Auto als sicheres „Heim“ für Ihren Vierbeiner dienen.

Außerdem schlief unser Welpe die ersten 4 Monate darin neben unserem Bett. Wieso das? Schon mal überlegt, ob der kleine Hund nachts, wenn alle schlafen, auf Wanderschaft gehen könnte und sich ein schönes, weiches Plätzchen zur Verrichtung seiner Notdurft sucht? Nein? Da haben wir den Grund: Die Box ist sein „Schlafzimmer“ über das Sie die Kontrolle haben. Der Welpe wird Ihnen lärmend zu verstehen geben, wenn er muss. Er wird niemals sein Nest beschmutzen. Raus kann er also nur mit Ihrer Hilfe…so haben Sie ihn unter Aufsicht und verhindern, dass Ihr Teppich und Ihre Nerven ruiniert werden.

Zu 3.: Hundebett

Ganz ehrlich? Ein Hundebett für einen Welpen halte ich für unnötig!

Wir haben den Fehler gemacht, auch gleich ein sündhaft teures zu kaufen, dass die ersten 3 Monate fast täglich gewaschen werden musste, da Emil oft vor Freude dort Pipi gemacht hat…natürlich denkt man: „Hey, ein süsser Welpe braucht ein kuscheliges Bettchen, also kaufe ich eins!“ Aber, nein. Er braucht es nicht sofort, da er nachts eh nicht drin schläft, sondern nur mal drin döst, etwas knabbert oder dümmsten Falls sein Geschäft drin erledigt…man kann also beruhigt mit der Anschaffung warten bis er stubenrein ist und dann eins kaufen, wo er auch als erwachsener Hund reinpasst.

Bis dahin reicht auch ein Weidenwäschekörbchen oder ein waschbares, günstiges Modell. Oder Sie richten ihm eine Ecke mit ganz vielen Decken und Kissen ein, wo er sich reinkuscheln kann. Am besten dort in der Wohnung, wo er sie immer im Blick hat.

Zu 4.: Pflegeprodukte

Da ich eine Frau bin und selbst gerne Kosmetikprodukte in Hülle und Fülle besitze, dachte ich, mein Hund braucht das auch alles: Zahnbürste, Shampoo, ein weiches Welpenbürstchen, ein Erste-Hilfe-Set, eine Zeckenzange, Pfötchenbalsam, feuchte Ohrentücher und und und.

Davon waren wirklich sinnvoll: ein mildes Welpenshampoo und die ZeckenzangeBitte niemals Shampoo für Menschen benutzen.Hundehaut hat einen anderen ph-Wert als Menschenhaut.

Die Zahnbürste (Tipp: eine für Babys ist günstiger als eine für Hunde) habe ich einmal verwendet, um ihn daran zugewöhnen, dass ihm jemand etwas ins Maul schiebt, ohne zu beißen. Aber nach dem ersten missglückten Versuch, habe ich beschlossen, Hund einfach Hund sein zu lassen. Man muss ja nicht alles mitmachen, was man sollte oder müsste. Unser Hund hat kein Zahnstein, da er immer einen Kaustab zum Kauen bekommt. Das ist eine gute Alternative zum Zähneputzen und auch schon für Welpenzähne bestens geeignet!

Eine weiche Welpenbürste sieht nur putzig aus, weil sie klein ist (meistens ist es eine Babybürste, die als Welpenbürste verkauft wird). Natürlich soll man den Welpen früh ans Bürsten gewöhnen, aber das kann man auch mit einer normal großen Hundebürste tun. Für die kurze Welpenphase ist das eine unnötige Geldausgabe. Daraus ist auch die Idee entstanden, eine weiche Hundebürste, die ich aber schon an meinem Welpen nutzen kann, zu entwickeln. Das war die Geburtsstunde von BLACK VELVET . Einen Kamm habe ich erst zum Haarwechsel gekauft.

Wie Sie sehen, ist die Erstausstattung übersichtlich.

Noch ein goldwerter Tipp zum Schluß, der in keinem Welpenbuch steht:

Legen Sie sich einen reichlichen Vorrat an Küchenrollen im Keller an! Sie werden ihn brauchen 😉

whatlassielikes wünscht ganz viel Freude beim Shoppen und Einrichten!

Ihre Sandra Dehli

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Hundebegnungen

Ich bin völlig dafür, wenn sich zwei Hunde beschnüffeln möchten. Das sind ihre Artgenossen und die müssen sich ja schließlich auch mal unterhalten- nicht immer nur die Erwachsenen.

Denn, ich habe gelesen, nur durch den Kontakt zu anderen Hunden, lernt mein Hund. Er lernt von anderen, von größeren, von älteren und von Mann zu Mann oder von Mann zu Frau. Also lass ich unserem Welshie das Vergnügen und bleibe geduldig stehen.

Meistens kennen wir bereits seine Gesprächspartner. Aber in fremden Revieren kommt es natürlich vor, dass wir auch fremde Hunde treffen. Dann frage ich schon von weitem, ob er/sie harmlos ist und sage, dass ich einen Rüden habe. Meiner ist eh immer lieb, ja sogar sehr harmoniesüchtig, sodass ich mir von meiner Seite keine Sorgen machen muss.

Heute aber hatten wir eine „verbissene“ Begegnung mit einem Terrier, die hätte vermieden werden können.

Beide Wauzis näherten sich sehr vorsichtig und übertrieben langsam an. Meiner macht das immer so, also dachte ich mir nichts dabei. Als dann die Hunde den ersten Nasenstupser überwunden hatten,  fragte mich das andere Herrchen, ob das ein Rüde sein. Als ich das bejahte, meinte er, dass das dann wahrscheinlich nicht gut ausgehen würde- und schwups, kaum war das nahende Unheil ausgesprochen, biss der Terrier auch schon zu!

Sorry, aber so geht es nicht. Wenn ich als Hundebesitzer weiß, dass mein Hund mit anderen nicht kann, muss ich das früh genug sagen oder anzeigen. Ich will meinen Hund ja nicht unnötig in eine gefährliche Situation bringen, in der er sich verletzten kann.

Emil hat das Ganze glücklicherweise unverletzt überstanden, aber leider wieder ein wenig seiner Unbedarftheit verloren.