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Beach Boy 2018

Sandra Dehli sitz mit ihrem Hund auf einer Düne. Sie hat den Arm um ihn gelegt.

Wenn jemand behauptet, sein Hund spiele verrückt, wenn er zum ersten Mal Schnee unter den Pfoten spürt- dann war er noch nie mit ihm am Strand. Denn das Feeling toppt alles, was ich bisher an Freude bei unserem Hund gesehen habe!

Wir machen nun seit einer Woche Urlaub in Jütland an der Nordseeküste. Unser dänisches Ferienhaus liegt wunderschön in den Dünen von LØkken. Es sind nur 200 m, dann bist du am kilometerlangen weißen, fast menschenleeren Sandstrand, wo von Mai bis September 485 (!) kleine, weiße Badehäuschen in Reih und Glied stehen. Sie sind sicher das bekannteste Wahrzeichen der sog. „weißen Stadt“ LØkkens. Hier ist es zum Schreien schön!

Es ist Emils erster Strandurlaub. Würde es nach ihm gehen, könnten wir schon morgens um 4 Uhr über die Düne laufen und zum Meer sprinten…aber auf dem Weg dahin, wäre es auch noch super, kurz einen Hasen jagen zu dürfen…unser Stöberhund hat immer die Nase im Wind. Am liebsten sitzt er oben auf der Düne und saugt erst einmal alle neuen Gerüche auf. Das kleine schwarze Näschen wippt leicht auf und ab: Salz liegt in der Luft, ein Hauch von Seetang, Fisch und wer weiß, was er noch so alles mit seiner feinen Nase in dem Nordseeluft-Cocktail erschnüffelt! Völlig berauscht sprintet er dann los in Richtung Wasser! Was auch völlig neu für uns ist, denn er hatte bis dato Angst vor Wasser. Angst vorm Baden in der Wanne, Duschen beim Hundefrisör, Platschen im ruhigen Bach oder beim vermeindlichen Entenjagen am Gardasee. All diese Erlebnisse ließen ihn vor dem kühlen Nass zurückschrecken- und nun diese Wandlung! Kaum zu glauben.

Hier, im lockeren, dänischen Urlaubsmodus- Emil darf sich ungewohnt frei im und ums Haus herumbewegen und zum Pipimachen leine ich ihn nicht an, verspürt er nun die große Freiheit. Er ist nun so mutig, dass er sich am 4. Tag plötzlich alleine auf einen Strandspaziergang begibt. Eben gerade lag er noch dösend unterm Tisch, schwups ist er weg. Und wo findet mein Mann ihn? – Natürlich am Meer. Dort hatte er wohl schon von Weitem die Dänische Hühnerhundedame Luna aus Bielefeld gerochen, die wir jeden Morgen an unserem Strandabschnitt treffen. Bei dem starken Wind ist das auch kein Wunder! Erleichtert sind wir, als er uns – ohne zu rufen – in die Arme läuft.

Schönes Dänemark, wir kommen wieder!

Mange tak. Vielen Dank.

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Gassi Weisheiten

„Wenn der Hund Gras frißt, wird es Regen geben.“

Das hat heute ein ältere Dame zu mir gesagt, weil unser Lassie wieder einmal am Wegesrand graste wie eine Kuh. Zur heutigen Wetterlage wird’s glatt passen, nur glaube ich nicht an Bauernregen.

Ich denke ja, er steht einfach drauf und ernährt sich gerne veggie. Auch liebt unsere Rüde Möhren und Äpfel. Und das täglich. Er frisst halt gern- egal was- typisch Spaniel 🙂 übergeben tut er sich nicht von Gras.

Ich weiß nun, dass viele Hundebesitzer sich nicht sicher sind, was das Grasfressen bedeutet. Da kursieren viele Meinungen drüber.

Meine Theorie ist: Ein Wolf oder ein freilaufender Hund würde ja auch nicht täglich Fleisch finden, daher ist das ein Überlebenswille oder sogar ein Instinkt. Denn ohne Nahrung würde das Tier zu Grunde gehen- ja dann doch lieber Gras, wenn’s nichts Besseres gibt.

Oder?

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Hot Summer und das Hundeeis

Bei uns in Süddeutschland glänzte der Wonnemonat Mai nicht nur mit Blumen- und Blütenpracht, den ersten Spargel und leckeren Erdbeeren, sondern auch mit lang anhaltender Hitze! Temperaturen um die 28 Grad waren keine Seltenheit und das  wochenlang!!

Da mag unser Emil nicht gerne mittags seine gewohnte Runde laufen. Japsend, mit raushängender Zunge quälen wir uns ums Haus, ziehen von einem Schatten zum nächsten- mehr ist nicht drin.

Auch unsere Wohnung ist leider kein Eispalast. Aber wenn der Kühlschrank eine Minute lang offen steht, ertappe ich unseren Hund wie er davor verweilt und die kühle Brise genießt. Ja, klar, denken Sie jetzt- „mein Hund steht auch immer vor der offenen Kühlschranktür, weil ja etwas herausfallen könnte“, aber unserem Vierbeiner kann man die Erleichterung regelrecht von den Augen ablesen. Das Spielchen können wir natürlich nicht stundenlang machen, da der Kühlschrank eine nervtötende Warnfunktion hat, wenn die Tür länger als 2 Minuten offen steht. Daher muss ich mir einiges einfallenlassen, damit der Wuffi den Sommer gut übersteht. Neben Badeausflügen zum nahe gelegenen Bach im Wald, gibt es auch mal ein Hundeeis zur Abkühlung.

Wie einfach das geht und was drin ist, lesen Sie hier:

Sie brauchen:

1 mittelgroße Tupperdose

Gefrierfach

1 Becher körnigen Frischkäse (oder auch „Hüttenkäse“ genannt)

 

Man portioniere den Frischkäse mit einem Esslöffel in die Tupperdose, so, dass kleine Nocken entstehen. Die geschlossenen Tupperdose stellen sie mehrere Stunden ins Gefrierfach Ihres Kühlschranks.

Diese kleinen Eishäufchen lassen sich prima aus der Dose einzeln herauslösen. Sie können das Eis direkt aus der Hand füttern- dann kann Ihr Lassie das Eis genüsslich schlecken. Oder wer lieber sein Eis beißen mag, der legt es in den Napf.

Und was hilft bei Ihrem Hund gegen Hitzestau?

 

Das Lassie-Team wünscht allen Lesern einen grandiosen Sommer und ist gespannt auf Ihre Tipps! 

 

P.S.:

Frischkäse, Joghurt oder Quark sind übrigens gut für den Knochenbau und kann auch schon im Welpenalter- aber bitte nicht gefroren- gegeben werden. Ab und an kriegt Emil heute noch einen EL aufs Trockenfutter. Er liebt es!

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Ich möchte einen Hund

So, höchste Zeit, dass ich mich hier auch mal zu Wort melde. Wer ich bin? Ich bin Herrchen und hatte mit Hunden bisher gar nichts am Hut.

„Ich möchte einen Hund.“ Dies war die Antwort meiner Frau auf meine alljährliche Frage bezüglich besonderer Wünsche zum Weihnachtsfest. Aha, sie hätte gerne einen Hund. Ok, verstanden, aber wie soll das denn bitte funktionieren? Beide berufstätig und gerne im Urlaub zu fernen Zielen unterwegs. Dazu gerade in eine neue Wohnung gezogen und das passende Designersofa gekauft. Nee, nee, das wird wohl eher nichts. Aber vielleicht bringt der Weihnachtsmann ja eine schöne Halskette von Tiffany mit einem herzigen Hundeanhänger dran…

Diese Geschichte wiederholte sich noch ca. drei Weihnachtsfeste, dann hatte ich es begriffen: Wunsch ist Wunsch und drei Mal Hund bedeutet tatsächlich Hund!

„Gut mein Schatz, ich habe es verstanden. Lass uns überlegen, einen Hund anzuschaffen.“ Puh, hatte ich das wirklich gerade eben gesagt? Nun galt es meine Verhandlungsposition so gut wie möglich auszubauen: „Also, wenn schon Hund, dann nur einer, der auch was kann, z.B. mit mir joggen gehen. Bloß keinen Kläffer, ach ja, und optisch soll er auch was hermachen. Fürs Gassigehen bin ich nicht zuständig und ich möchte nie hören, wir können dieses oder jenes nicht machen, weil wir nun einen Hund haben.“ So viel zur Theorie.

Nach längerer Recherche, Züchterbesuchen, Auswahlgesprächen und Erfahrungsaustauschen mit anderen Hundebesitzern ist der kleine Welpe dann bei uns zuhause eingezogen. Er schaute mich freudestrahlend mit seinen bernsteinfarbenen Knopfaugen an, fiepste kurz und pinkelte dann schwanzwedelnd vor mir auf den Fußboden. Frei nach dem Motto: Ich wohne jetzt hier und wer bist du?

Wer ich bin? Ich bin Herrchen und seit neuestem auch Hundeversteher.

Und wer bist du?
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Buch-Tipp

Buchcover Das Welpenbuch von Katharina von der Leyen

Sie spielen mit dem Gedanken, sich einen Welpen anzuschaffen? Sie halten sich Tag und Nacht in einschlägigen Hundeforen auf, um sich auf die Situation vorzubereiten? Sie nerven Ihre Bekannten, die schon einen Hund haben und planen bereits stapelweise Bücher zu lesen?

Nicht notwendig, denn EINS reicht völlig aus, und zwar das hier:

“Das Welpenbuch – Der beste Start ins Hundeleben” von Katharina von der Leyen, Okt. 2013 aus dem GU Verlag.

Das schön gestalte Buch bereitet den neuen Hundebesitzer auf übersichtlichen 163 Seiten auf alles vor, was man über einen Welpen, dessen Anschaffung, Entwicklung und Erziehung wissen muss, manchmal auch knallhart mit ganz viel Witz und Charme, wenn es da heißt „…Sie brauchen Zeit, Geduld und Humor, gute Nerven, Klarheit, einen Plan und einen Wischmop.“

Das turbulente Leben mit einem Welpen beschreibt Frau von der Leyen aus Ihrer ganz persönlichen Sicht als Hundeexpertin und Journalistin. Dabei betont sie gerne, dass es Ihre Erfahrungen sind und nicht das Non Plus Ultra für jedermann ist. Denn: jeder Hund ist anders.

Das Buch ist in drei Kapitel aufgeteilt:

  1. Welpenalarm (Bitte lange vor der Anschaffung eines Welpen lesen!)
  2. Das Hundekind zieht ein
  3. Lernen fürs Leben: Hundeerziehung

Nützliche Tipps wie Welpenausstattung, Glaubensfragen, Erziehungsratgeber, Listen wie zum Bsp. die wichtige Notfall-Apotheke sind in einem farblichen Kästchen hervorgehoben, sodass der Leser das wichtigste schnell wiederfindet. Süße Welpenbilder steigern die Vorfreude auf den eigenen!

Wer sich nicht sicher ist, ob er sein Leben mit einem Welpen teilen möchte, sollte dieses Buch unbedingt lesen, denn es beschreibt die nackte Wahrheit ohne Wimpernzucken wie anstrengend es ist! Das Aufziehen eines Welpen ist kein Zuckerschlecken. Und das kann ich wahrlich bestätigen! Aber wenn man mit viel Herz und Verstand, die reichlichen Tipps aus dem Buch anwendet, werden Sie sehen- na ja vielleicht nicht sofort, weil sie total übermüdet sind- aber etwas später, wenn der Welpe aus dem Gröbsten raus ist, dass es sich gelohnt hat, die Tipps zu beherzigen und konsequent durchzuziehen.

Manch einer ist besser geschaffen für einen erwachsenen Hund, der nicht alle 2 Stunden Pipi muss und das auch noch auf seinem teuren Teppich… Auch ich war oft am Rande der Erschöpfung, murmelte im Halbschlaf was von „Zurückbringen“ und bot ihn meiner Nachbarin im Gegenzug zu ihrem nervigen Sohn an. Aber am Ende haben sich all die Mühen und Entbehrungen gelohnt! Sie werden sehen.

Und ganz wichtig: Sie sind nicht alleine! Und was Sie durchmachen ist gaaanz normal.